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Tradition & History

F.W. BORCHARDT SINCE 1853

The borchardt looks back on a 150-year history. It was in 1853 that August F. W. Borchardt laid the foundation for a new dining culture that remains intimately associated with berlin today.

The main site of the borchardt company in Französische Straße supplied the Kaiser in the Wilhelmine era and went on to survive the Second World War and the city’s division by the Berlin Wall.

Following the opening of the borchardt wine bar in 1853, a wine wholesale business and catering service were added. From the very outset the synonymous with international dining culture. The current dining space on Gendarmenmarkt was formerly a market hall.

The premises in Französische Straße were damaged in the war, became state property in 1949 and served as a training kitchen in the 1950s. It was here, that a host of chefs working in Berlin today, learned their trade. After reunification the premises closed and underwent extensive renovation. In 1992 the restaurant was reopened by Roland Mary. Since the very beginning, the name “borchardt” has been intimately associated with the capital and today it is known throughout the world.

Historische Photographie von 1902

Anfänge des Restaurants

F.W. BORCHARDTS PLÄNE VOM BESSERESSEN

1853 legte August F.W. Borchardt den Grundstein für sein Restaurant, welches den Berlinern eine neue Esskultur nahe bringen sollte. Seine Strategie, von Anfang an auf internationale Gerichte zu setzen, kam bei den Gästen äußerst gut an. Die Küche des Borchardt etablierte sich schnell zur Größe in der Hauptstadt und begann durch das hohe Innovationspotential weiter zu wachsen.

Im Zuge dessen entwickelte sich neben dem früh etablierten Borchardt-Weinlokal nach nur kurzer Zeit ein Großhandel der Firma sowie ihr berühmter Catering-Service. Die Bestellungen flogen nur so ein, damit das eigene Haus mit einem der berühmten Borchardt-Bankette geschmückt werden konnte.

Die Bäcker und Köche
des Kaisers

Der Hauptstandort der Firma Borchardt in der Französischen Straße lieferte in der wilhelminischen Ära auch direkt an den Kaiser und richtete vielfach festliche Bankette in seinem Auftrag aus. Das besondere Catering wurde maßgeschneidert auf die Bedürfnissen des edlen Kunden. Alle Größen der Zeit, mächtigen Familien der Stadt und Freunde des Genusses ließen nach den erfolgreichen Caterings der damaligen Großveranstaltungen die Maitres des Borchardt für sich kreativ werden, Gerichte entwickeln, anfertigen und liefern. Der Betrieb florierte in der Folgezeit stark und bildete zudem bis heute feststehende Strukturen und Leitlinien aus.

Nach den goldenen Anfängen des frühen Borchardt erfolgte jedoch in den Dreißigern eine Zäsur in der Geschichte des Hauses, derer sich kein Zeitgenosse zu entziehen vermochte: die Machtergreifung der Nationalsozialisten. Angeschlagen überlebte das ehemals lebhafte Restaurant den Zweiten Weltkrieg – und die anschließende Mauerzeit.

Nachkriegszeit
und anfänglicher Betrieb
als Ausbildungsküche

Danach erfolgte jedoch zügig wieder Auftrieb. Das Haus in der Französischen Straße wurde im Krieg zwar beschädigt und ging 1949 in Volkseigentum über, konnte aber, entgegen vieler anderer Gebäude in der stark unter Beschuss genommenen Hauptstadt, nicht als vollkommen zerstört klassifiziert sondern als noch nutzbar eingestuft werden.

In den 50er Jahren entdeckten die Bewohner dann einen neuen Zweck für das ehemalige Restaurant und funktionierten es zu einer in ganz Berlin bekannten Ausbildungsküche um, in der viele Köche in der Folgezeit ihr Handwerk erlernen konnten. Zur Wende wurde das Haus geschlossen und erhielt danach eine umfangreiche Sanierung.

F. W. Borchardt

Ein neuer Start
im altehrwürdigen Gewand

1992 war die Restaurierung der Räume aus der Gründerzeit des Restaurants komplett – und das neue bochardt wurde im alten Gewand von Roland Mary neu eröffnet. Von Anfang an war die edle Gaststätte fest mit der Hauptstadt verwurzelt und wird von den Berlinern bis heute mit einem gewissen Charme an Internationalität und weltoffener Gastlichkeit verbunden.

So ist das heutige borchardt besonders für seine modernen Rezepte mit der speziellen Geschichte bekannt, derer es schließlich selbst trächtig ist, wie kein anderes Lokal in Berlin.